Kritiken

Eine hoffnungslose Liebesgeschichte

Lexikon | Martin Lhotzky | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Bilder vom Heer der Arbeitslosen der 1930er-Jahre flimmern über die kahlen Wände. In dieser Welt ist auch Hans Falladas großer Roman "Kleiner Mann - was nun?" (1932) angesiedelt. Georg Schmiedleitner und Susanne Abbrederis bringen den jetzt auf die Bühne im Volkstheater. Die wenig hoffnungsfrohe Geschichte von Pinneberg (Patrick O. Beck) und seinem "Lämmchen" (überzeugend: Hanna Binder) - immer mieser bezahlte Arbeit, immer schlechtere Wohnungen, dann kommt noch ein Baby, schließlich arbeitslos - gerät dabei zwar nie zum Sozialkitsch, ist aber insgesamt ein bisschen aufdringlicher als nötig. Das liegt auch am, ansonsten sehr feinen, Klangteppich der Sofa Surfers. Aber auf jeden Fall kriegt man Lust, Fallada zu lesen. Gut so!

Volkstheater, Fr, Mo, Di, Do 19.30


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