Weine nicht, wenn der Regen fällt

Als das Rennfahren noch sexy war: Der Film "Rush" ist eine rasante Zeitreise in die Formel 1 der Seventies

Feuilleton | Boxengirl: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Manche Filme sind Zeitmaschinen. Man kann damit ins Mittelalter oder in den Wilden Westen reisen, ins alte Rom oder auch bloß ins Fin de Siècle. Die Zeitmaschine namens "Rush" ist auf das Jahr 1976 eingestellt. Der wunderbare Film macht es möglich, die wahrscheinlich irrste Saison in der Geschichte der Formel 1 aus nächster Nähe mitzuerleben.

Es war das Jahr, in dem Niki Lauda auf dem Nürburgring so schwer verunglückte, dass ihm in der Klinik schon die Letzte Ölung verabreicht wurde. 42 Tage später saß er wieder in seinem Ferrari und verteidigte seine Führung in der Weltmeisterschaft bis zum letzten Rennen, dem Grand Prix von Japan in Fuji. Dort regnete es so stark, dass Lauda nach zwei Runden an die Box fuhr und aufgab. Weltmeister wurde deshalb der Brite James Hunt, mit einem Punkt Vorsprung.

"Hätten Lauda und Hunt die Geschichte als Hauptdarsteller im Kino gespielt -keiner hätte ihnen geglaubt", schrieb Heinz Prüller damals in seiner "Grand Prix Story". 37 Jahre später sind


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