Let's do the Bruno Kreisky again!

Der nächste Kanzler muss die Krise bewältigen, eh klar. Aber wie geht es gesellschaftspolitisch voran?

Falter & Meinung | Kommentar: Barbara Tóth | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Was würde Bruno Kreisky heute tun? Diese Frage hat mehr Charme denn je, weil nichts von dem, was wir mit dem Altkanzler heute noch verbinden, in den letzten fünf Jahren unter Werner Faymann zu spüren war.

Ein gesellschaftspolitischer Veränderungsanspruch? Eine sozialdemokratische Vision für eine modernere Gesellschaft? Vielleicht ist beides im Alltagsgeschäft der Krisenbewältigung einfach untergegangen. Wahrscheinlicher ist, dass es von Anfang an im Kopf Faymanns einfach keinen Plan dafür gab.

Schon gar nicht wollen wir darüber nachdenken, was ein Politiker von Format und Internationalität Kreiskys selbst als Regierungschef eines so kleinen EU-Landes wie Österreich in den letzten Monaten in Brüssel alles anders gemacht hätte. Die Vorstellung schmerzt einfach zu sehr.

Bleiben wir lieber beim überschaubaren Innenpolitischen, also auf jener Spielwiese, die einem Regierungschef in der Europäischen Union noch geblieben ist. Was ist in der Ära Faymann gesellschaftspolitisch passiert,


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