Genosse Gönültas und Hasan, einer von uns

SPÖ und ÖVP entdecken etwas verschämt eine neue Wählerschicht: konservative türkische Migranten

Bericht: Rusen Timur Aksak | Politik | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Es war eine verstörende Szene vergangene Woche, beim TV-Duell zwischen Bundeskanzler Werner Faymann und Heinz-Christian Strache. Als der blaue Parteichef ein auf Türkisch verfasstes SPÖ-Plakat des Kanzlers zückte, geriet der Regierungschef in Rage. Niemals würde sich die SPÖ mit türkischen Parolen an die Wähler wenden. Das Plakat, so glaubte Faymann, sei eine Fälschung.

Tatsächlich stammte es von einem Restaurantbesitzer aus dem 15. Wiener Gemeindebezirk, dem SPÖ-Funktionär Resul Ekrem Gönültas. Sein Plakat löste eine stürmische Debatte innerhalb der türkischen Community aus. Gönültas kandidiert nämlich nicht nur auf der Bundesliste, er ist auch Mitglied der islamischen Bewegung Milli Görüs und gilt als Schützling von SPÖ-Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

Etwas trotzig versuchte nun das Gönültas-Lager bereits am Tag nach dem TV-Duell seinen Kandidaten als jenen muslimischen Kandidaten zu präsentieren, den selbst Strache fürchte. Doch Faymanns Reaktion im Fernsehen

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