Prost!

Die dicken Säfte berichten vom anstehenden Herbst

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Pfirsichnektar

Stadtleben | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Der Pfirsich ist doch eine merkwürdige Frucht. So verlockend wirkt er, wenn er manierlich in seinen Steigen hockt und so enttäuschend fällt oft das Ergebnis aus: Der staubige Pelz klebt zwischen den Zähnen, die gar so zart gepriesene Pfirsichhaut ist trotz des kürzlich abgehakten Zahnarztbesuchs kaum zu beißen, und der gespaltene Bittermandelkern hat seinen üblen Geschmack im ganzen Fruchtfleisch verteilt.

Wenn man eine gute Charge erwischt, dann ist der Pfirsich bestimmt keine Frucht, die man aufgrund ihrer Saftigkeit gerne unterwegs verzehrt. Der skurrile Saturnpfirsich bildet hier die goldene Ausnahme. Für diejenigen, die den Pfirsichgeschmack nicht entbehren können, sich aber die geschilderten Unannehmlichkeiten ersparen möchten, sei der Saft erwähnt. Die steirische Fruchtsafterzeugung Kochauf GmbH hat den Pfirsichnektar mit einem Fruchtanteil von 50 Prozent im Sortiment. Diesen und noch viel mehr bekommt man am freitäglichen Wochenmarkt im Wuk zu kaufen.

Setzt man die Flasche an den Rand, gluckst eine orange, fast ölige Flüssigkeit ins Glas. Ja, es ist Herbst, raunt sie uns zu. Werd jetzt nicht voreilig traurig!, befiehlt man sich. Genieß den bevorstehenden Altweibersommer und stell den Kragen auf! Bei wem sich jetzt schon die Lust auf aromatische Heißgetränke eingestellt hat, der kann ja den Nektar zusammen mit Zitrone, Zucker und Ingwer-Gewürztee mischen. Den vorbereiteten Tee gemeinsam mit dem Zucker und der Zitrone anwärmen. Fertig. MS


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