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Ein Filmbuch über Berlin und ein Klassiker zu Hitchcock

Feuilleton | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Miniaturen, anderthalb Seiten lang, punktgenau. Manche, vielleicht die schönsten, aus der Erinnerung geschrieben. Was bleibt, sind oft nur flüchtige Eindrücke. Wie kein anderer Filmkritiker heute vermag Peter Nau das Unfassbare des Kinos zu fassen. Mittelpunkt dieses schlanken Bändchens ist Berlin, wo beides, der Kalte Krieg und die Freiheit, zum Greifen nahe waren. Es geht um Werke von Konrad Wolf oder Thomas Heise, um Filme wie "Der geteilte Himmel" oder "Kinder. Wie die Zeit vergeht". Dazwischen eingestreut sind Beobachtungen, die der Autor bei seinen Erkundungen in Spindlersfeld, Kladow, Moabit gemacht hat. Auch einige der beschriebenen Filme sind kleine Entdeckungen (etwa Johannes Kochs Dreiviertelstünder "Menschen des 21. Jahrhunderts"). Der einzige längere Text, "Willkommen und Abschied", eine Begegnung mit dem Maler und Dokumentarfilmer Jürgen Böttcher, ist übrigens 2002 zuerst im Falter erschienen. MO

Peter Nau: Irgendwo in Berlin. Ostwestlicher Filmdiwan. Verbrecher, 96

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