Kommentar

Was lehrt uns der Amoklauf von Annaberg?

Verbrechen


Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Wenn monströse Verbrechen geschehen, dann neigen wir dazu, sie als exemplarisch zu deuten. Wir Journalisten sitzen in Redaktionskonferenzen und rätseln mit Experten, was all die grausamen Fälle über unser Land erzählen.

Der Fall Kampusch? Sittenbild für die Tristesse eines mütterlich fixierten Ingenieurs in einem einsamen Straßendorf nahe Wien. Sittenbild vielleicht auch für eine zerrüttete Familie im Sozialbau. Sittenbild für eine unfähige Polizei.

Der Fall Fritzl? Sinnbild für das "Wegschauen" in unserer Gesellschaft, zumal wenn es um Gewalt gegen Frauen am Land geht. Kein Einzelfall sei zu besichtigen, sondern ein System, das Patriarchen schütze. So war es auch im Falter zu lesen.

Der Fall Briefbomben? Ein Beispiel, wie Haiders Hetze in diesem Land die Gehirne der Extremisten vergiftet hat. Ein österreichischer Terrorist war er, der Franz Fuchs. So stand es auch hier.

Und jetzt der Fall Annaberg. Wofür steht der Wilderer mit dem Waffenarsenal, der vier Menschen abknallte?

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige