Vertuschte Folter?

Ein Mann betritt unverletzt ein Wachzimmer und verlässt es mit gebrochenen Knochen. Eine Amtsärztin soll fünf Polizisten gedeckt haben

Bericht: Wolfgang Zwander | Politik | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Wer Mitat Ünals Geschichte hört, denkt an einen finsteren Polizeistaat. Vermutlich ist er aber Opfer eines der schlimmsten heimischen Polizeiübergriffe der vergangenen Jahre.

Als Mitat Ünal am 28. November 2012 in der Nähe des Praters auf eine Polizeistreife traf, war der Austrotürke noch ein gesunder Mann. Als die Beamten ihn zehn Stunden später wieder freiließen, war er schwer verletzt. Befund des Krankenhauses: "Bruch des linken Oberarms (sofortige OP -Platte mit acht Schrauben); Verrenkungsbruch des linken Mittelfußes; Serienrippenbrüche linksseitig". Ein Foto zeigt ihn eingegipst im Krankenhaus.

Hat die Polizei den Mann so zugerichtet? Wurde er Opfer von Verbrechern in Uniform? Hat eine Amtsärztin die Beamten gedeckt? Der Falter berichtete im vergangenen Mai über den Fall und zitierte aus einem Zwischenbericht des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung (BAK). Fünf Polizisten und eine Amtsärztin wurden in dem Bericht schwer belastet; es ging um den Verdacht auf Amtsmissbrauch,

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