"Politische Liedermacher? Fad!"

Christoph und Lollo liefern den Soundtrack zu Österreichs Innenpolitik, auch wenn der Aufstieg der beiden eigentlich ein großer Zufall war

Medien | Porträt: Ingrid Brodnig | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Rock 'n'Roll schaut anders aus. Christoph Drexler trinkt einen Kakao, Lorenz "Lollo" Pichler einen Kaffee. Auch sonst, so müssen die zwei jungen Väter eingestehen, führen sie ein Leben ohne Starallüren oder klatschspaltentaugliche Exzesse. Die Mittdreißiger kochen gerne daheim, gehen selten aus - und dazwischen machen sie lustige Musik, die von vielen tausend Menschen angehört und auf Youtube angeklickt wird: Christoph und Lollo sind eine der erfolgreichsten Bands Österreichs. Ihr Video zu Karl-Heinz Grasser wurde allein mehr als eine halbe Million Mal aufgerufen.

Vor der Wahl bringen sie auf dem Privatsender Puls 4 jede Woche einen Song zu einer Partei, sogenannte "Wahlkampfhymnen". Zuletzt war die SPÖ dran, bei der sie Freunderlwirtschaft und fehlenden Einsatz kritisieren. Im Stil eines klassischen Arbeiterlieds singen Christoph und Lollo: "Im Kampf für die Armen werden wir reich, in der Partei und im staatsnahn Bereich, mit 55 gehen wir in Pension, da bleibt keine Zeit für Revolution."


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