Vom düsteren Angstraum zur lichten Komfortzone

Jahrzehntelang symbolisierte die Karlsplatz-Passage den Grind der Großstadt. Mit viel Kunst wurde Wiens Underground sauber gemacht

Feuilleton | Rundgang: Matthias Dusini | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Aus dem Schlauch wurde eine Passage. Das ist der erste Eindruck von jenen Umbauarbeiten am Karlsplatz, die 2008 mit einem Wettbewerb begonnen haben und nun zu Ende gingen. Eine Arbeitsgemeinschaft von Architekten, bestehend aus den Büros gerner*gerner plus, ritter + ritter und vasko + partner, übernahm den Auftrag, die unterirdischen Raumfluchten zwischen der Oper, den U-Bahnen und dem Karlsplatz zu modernisieren.

Der Weg zwischen Opernpassage und den U-Bahn-Zugängen wurde verbreitert, die dort angesiedelten Geschäfte geschlossen und durch ein Kunstwerk ersetzt. Eine Visitenkarte der Stadt wollte der Bauherr, die Wiener Linien, schaffen und taufte das Projekt auf Kulturpassage Karlsplatz. 21 Millionen Euro standen dafür zur Verfügung, lediglich das von Ernst Caramelle geschaffene Fresko wurde aus einem eigenen Fördertopf finanziert. Der kommunale Fonds für Kunst im öffentlichen Raum (Kör) übernahm dessen Kosten.

Der Grind der Großstadt - dafür stand der Karlsplatz jahrzehntelang.


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