The Kids Are Alright

Wie Kinder mit Handicap auf ihre Zukunft vorbereitet werden

Hausbesuch: Birgit Wittstock | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Wo Dominik war, da war Verwüstung. Spielte der vierjährige Bub mit dem Puppenhaus, dann gab 's dort Krieg; er stürzte seine Umwelt in dasselbe Chaos, das auch in seiner Welt herrschte: Dominiks Mutter lebte mit ihm seit seiner Geburt auf der Straße, schlief bei wechselnden Bekannten. Ein Zuhause lernte das Kind erst kennen, als es zu Pflegeeltern kam. Und die waren mit ihm schnell überfordert.

Sie konnten ihn nicht trösten, ihm nicht die Geborgenheit geben, die ihm im ersten Lebensjahr bei seiner Mutter gefehlt hatte. Dominik brüllte, zerstörte alles, was er in die Finger bekam - und er hinkte in seiner Entwicklung weit hinter Gleichaltrigen her. Seine Pflegeeltern suchten Hilfe, wandten sich ans Zentrum für Entwicklungsförderung in der Langobardenstraße, in der Donaustadt.

Als die aus Island stammende Musiktherapeutin Örbrun Gudmundsdottir Dominik zum ersten Mal sah, war ihr klar: Das ist der Beginn eines weiten Weges. "Ich wusste, ich müsste ihm das Gefühl geben, hier bist


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