Nationalratswahl 2013

Endlich geil: politische Partnersuche

Hält die große Koalition? Wenn nein, wer traut wem? Die Parteien verraten ihre Koalitionspräferenzen nicht

Politik | Analyse: Nina Horaczek | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Bleibt der neue Kanzler treu oder wagt er einen flotten Dreier? Setzt der Wahlgewinner auf Sicherheit oder traut sich die neue Regierung, ein Experiment zu wagen?

Noch nie zuvor gab es bei einer Nationalratswahl eine derartige Vielfalt an - zumindest theoretisch - möglichen Regierungsformen. Der Falter hat sich zwölf Varianten genauer angesehen.

Die ewige Zweckehe: die große Koalition

Sie gilt als wahrscheinlichste Variante, ist aber von beiden Seiten wenig geliebt: die große Koalition. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 ist sie die häufigste Regierungsform im Land, allerdings finden sich von Wahl zu Wahl weniger Übereinstimmungen zwischen SPÖ und ÖVP. Auch die Mehrheit schrumpft, laut manchen Umfragen schaffen SPÖ und ÖVP zusammen nicht einmal 50 Prozent.

Finden die beiden zusammen, kommt laut Wahlprogramm ein ordentlicher Bauboom, nicht zuletzt, um die Konjunktur anzuheizen. Die Volkspartei verspricht "die größte Schulbauoffensive der Zweiten Republik", die Sozialdemokraten


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