Katharinas Nachtwache Was in Wiens Partyszene passiert -Veranstaltungen im Überblick

Wenn die Rave-Kids den Tag zur Nacht machen

LEXIKON | Seidler@falter.at | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Mit dem herannahenden Waves und dem Elevate in Graz geht die heimische Festivalsaison in ihre Schlussrunde. Während es diese Clubfestivals bereits in die Indoor-Locations der Städte zieht, kann man an manchen Orten noch ein letztes Mal unter freiem Himmel tanzen. Auf den Wiener Pop-up-Partys etwa, deren Erfolg uns am Wochenende einmal mehr überraschte. Bei der Lagerwiese Romaplatz an der alten Donau, wo wir im Sommer sowieso unsere Sonntagnachmittage verbracht haben, bauten die Veranstalter von Kein Sonntag Ohne Techno mit Absperrungen, Boxentürmen und Lichtanlage eine Bühne von Festivalausmaßen auf. Die Sonne meinte es noch einmal gut mit uns, und hunderte Rave-Kids machten den Tag zur Nacht. Jetzt reicht es dann aber wieder eine Zeit lang mit den Wochenenden, von denen man sich bis Dienstag nicht gescheit erholt.

VORSCHAU

DONNERSTAG (26.9.): Christiane Rösinger präsentiert in der Fluc Wanne die erste Wien-Ausgabe ihrer Berliner Flittchenbar mit Gustav, Andreas Spechtl und Der Nino aus Wien, das neue Wiener Projekt The Devil &The Universe stellt sich im Rhiz vor, und in der Pratersauna haut der französische Raver Popof auf die Pauke.

FREITAG: Im Ragnarhof startet das einmonatige Kurztheater-Festival Mimamusch. Die deutschen Techhouse-Brüder Tiefschwarz trinken Sturm in der Pratersauna, der Amerikaner Random Movement spielt in der Fluc Wanne melodischen Drum 'n'Bass, und Sammy Dee vom tollen deutschen Technound House-Label Perlon schaut bei seinem jährlichen Wienbesuch in der Grellen Forelle vorbei. Das Prager Audiovisual-Projekt Lightning Glove vermisst den Transporter mit dem kühlen Postpunk-Echolot, und beim Club Living Legends auf dem Badeschiff mixt Mo Laudi aus Südafrika Afrobeat mit House, Electro und Kuduro.

SAMSTAG: Im Studie VIE (8., Florianigasse 34) kann man tagsüber selbst Honig abfüllen, bevor abends Paul Divjak mit seinem Electronica-Experimental-Projekt Bee-Pop die Bienen schwirren lässt. Die Fuck Buttons treten im Flex auf, im Roxy ist Icke Micke, und Marius Hörsturz widmet sich in der Pratersauna den harmonisch-poppigen Spielarten von Deep House. Harri Stojka, Deladap und andere Weggefährten gratulieren derweil dem Ute-Bock-Benefiz Bock auf Kultur im Wuk zum zehnjährigen Jubiläum.

DIENSTAG: Im Rhiz braut Tropic Of Cancer einen brodelnden Trank aus Dark Wave, Postpunk und elektronischen Nebelschwaden.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige