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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 39/13 vom 25.09.2013

Endlich hat Österreich, was Italien schon längst hat: eine "Primaballerina, Ex-Nackt-Tänzerin und Skandal-Biographin", die sich in den Wahlkampf einmischt. Die russischstämmige Primaballerina Karina Sarkissova hat, wie Österreich berichtet, zwar "lange die Spielwiese der Society genossen". Jetzt tanzt Sarkissova für den Integrationsstaatssekretär und ÖVP-Politiker Sebastian Kurz. Und das, meint Österreich, nicht ganz uneigennützig: "Ihr Polit-Engagement kommt da gerade rechtzeitig, um ihrer Seriosität öffentlichkeitswirksam Schubkraft zu geben."

Den Staatssekretär störe das turbulente Vorleben seiner Ballettänzerin nicht, berichtet das Gratisblatt. "Ich bewundere sie, weil ich überhaupt nicht tanzen kann", sagt Kurz. Das kann aber noch werden, schließlich weiß die Ballerina, dass zwischen Ballett und Politik nicht so viel Unterschied ist. "Mein Beruf erfordert ebenso viel Fleiß und Konzentration wie jener von Sebastian."


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