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Innode: süßes Rauschen und konzeptuelles Tanzen

Lexikon | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Je nach Abspielform klingt es anfangs nach einer defekten Schallplatte oder einem Computer mit Wackelkontakt. Aber keine Sorge, es hat alles seine Richtigkeit: "Gridshifter", das Debüt von Innode, beginnt nicht damit, dass die Musik einsetzt, sondern sie setzt aus. Mehrmals. Hinter Innode steckt der Wiener Musiker Stefan Németh, der früher dem Postrock-Elektronik-Trio Radian angehörte. Doch er erste Eindruck täuscht: "Gridshifter" bietet keineswegs nur strenge Kost, vielmehr ist das heuer auf Editions Mego erschienene Album ein schönes Beispiel dafür, wie poppig experimentelle elektronische Musik sein kann: "Gridshifter" lässt minimalistische Beats mit Störgeräuschen kollidieren, reichert Frequenzrauschen mit reichlich Atmosphäre an und ist auf abstrakte Weise funky. Es fährt, wenn auch auf kontrollierte Art und Weise. G S

Rhiz, Di 22.00


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