Glosse Pubertäre Bittstellerei

Die Kinderkrebshilfe, Männerbuben und der Schrecken der Omas

Falter & Meinung | Wolfgang Zwander | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

In Wiens Straßen tummelten sich jüngst wieder Teenager, die Geld für die Kinderkrebshilfe sammelten. Bei diesem Projekt gibt es nur Gewinner: Die Kinderkrebshilfe erhält Geld, die Schüler haben schulfrei - und Augenzeugen der pubertären Bittstellerei können sich köstlich amüsieren.

Das Alter zwischen zwölf und 15 ist furchtbar; man sieht aus wie ein viel zu großes Kind, will aber unbedingt erwachsen sein. Die eine spielt heimlich mit Puppen, der andere hatte gestern eine Alkopop-Vergiftung.

Wenn nun drei verpickelte Kindermännerbuben, natürlich mit Zigarette in der Hand, sich auf dem Stephansplatz vor einer Oma aufbauen und diese um "eine Spende“ bitten, dann möchte diese, ihrem Gesicht nach zu urteilen, am liebsten die Polizei rufen. Aber als Beobachter kann man nicht anders, als einfach loszulachen.


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