Kommentar Kulturpolitik

Geld statt Glanz: Wie war Kulturministerin Claudia Schmied?

Falter & Meinung | Matthias Dusini | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Glamour gehörte nicht unbedingt zu den Stärken der scheidenden Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ). Als sie im Winter 2007/08 in ihr neues Büro am Minoritenplatz einzog, beauftragte sie Peter Noever, den Ex-Direktor des Museums für angewandte Kunst (Mak), mit einem Designkonzept. Dessen kostspielige Umsetzung sorgte in der Kulturszene für Heiterkeit. Der später wegen Malversationen gefeuerte Kulturmanager überzeugte die geschmacksunsichere Ex-Bankerin nämlich von einer protzigen Einrichtung, die eher an einen Zigarrenclub als an ein funktionales Arbeitszimmer erinnerte.

"Farblos“ und "nicht präsent“ sind die Prädikate, die nun zu hören sind, wenn versucht wird, eine Bilanz über die kulturpolitischen Aktivitäten der vor allem mit Schulfragen beschäftigten Politikerin zu ziehen. Anfänglich sorgte ihr eifriger Pressesprecher Nikolaus Pelinka noch für einen Informationsfluss zwischen Schmied und den Medien, dann kamen aus ihrem Büro meist nur schriftliche Gratulationen


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