Dolm der Woche  Wertungsexzess

Eva Dichand

Politik | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Was sind schon 50.000 Euro Strafe für eine Eva Dichand? Vermutlich nicht viel. Jedenfalls hat die Herausgeberin der Gratis-U-Bahn-Zeitung Heute am Wahlsonntag keine Bedenken, erste Wahltrends an ihre knapp 3700 Followers zu twittern. "So wie’s aussieht leben totgesagte doch laenger als manche glauben - Strache deutlich ueber 20% + knapp hinter ÖVP“ tippte sie um 15.57 Uhr in ihr Handy.

Journalisten kennen natürlich Trends und Hochrechnungen vor allen anderen, sie kriegen die Informationen über die Austria Presse Agentur. Es gibt jedoch eine strenge "Sperrfrist“ bis 17 Uhr, wenn die letzten Wahllokale schließen. Strafe bei Brechen derselben: bis zu 50.000 Euro.

Dichand als Chefin des größten Gratisblattes des Landes sollte das eigentlich wissen. Oder es war ihr einfach egal.


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