Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Rauchen: Wiens Wirten mangelt es an "Rechtssicherheit“

Politik | Lea Wieser | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Donn hätt ma glei aufghert mitm Rauchn - wos soi ma jetzt mochn?“, beklagen sich Kaffeehausbetreiber über die Tabakgesetz-Erneuerung vom Juni 2013. Denn neuerdings ist die Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereich nur dann gesetzeskonform, wenn der Nichtraucher beim Betreten eines Lokals die Rauchschwaden meiden kann. Der Obmann der Fachgruppe der Wiener Kaffeehäuser und Chef des Landtmann, Berndt Querfeld, sagt: Seine Kollegen investierten viel Geld in den Umbau der Räumlichkeiten, doch für viele war das nun "für die Katz“.

"Vor wenigen Wochen wurde die Raucherbereich-Trennung noch akzeptiert, und jetzt wird das Ganze plötzlich neu interpretiert: ein Dilemma“, sagt der Nichtraucher Querfeld.

Vergangenen Montag forderten er und Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank anlässlich des "Tags des Kaffees“ am 1. Oktober gesetzliche Klarheit und Rechtssicherheit von der Politik.

Traditionsreiche Altwiener Kaffeehäuser werden wohl nicht gleich zusperren müssen, wenn die "Tschicker“ draußen bleiben - aber es seien die Kleinbetriebe, die das Gesetz hart treffe. Eine Lösung des Problems bleibt abzuwarten; das Gesetz jedenfalls steht - vorerst.


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