Kein Apéro, aber gute Aussicht

Feuilleton | Reportage: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Das Performancekollektiv Rimini Protokoll bereitet die Wiener Version ihrer Stadt-erkundung "Remote X“ vor - und das mit sehr viel Charme

Und hier könnte man dann den Apéro und die Häppchen servieren.“ Die beiden jungen Damen im eleganten Arbeitsoutfit, die im 5-Sterne-Hotel Sofitel für die Bankett- und Tagungsräumlichkeiten zuständig sind, bleiben Profis. Eigentlich sind Stefan Kaegi vom Berliner Performancekollektiv Rimini Protokoll, sein Kollege Jörg Karrenbauer und ein Mitarbeiter vom Brut auf der Suche nach einem Ort für das Ende ihrer Produktion "Remote Wien“: einem Punkt, von dem aus man auf die Stadt herunterschauen kann. Kaegi hat beim Nouvel-Tower am Donaukanal einen geeigneten verglasten Balkon entdeckt und einfach einmal gefragt. "Könnte man auch eine Nebelmaschine anbringen?“, fragt er noch, und die Damen verstehen langsam, dass hier kein Empfang geplant ist.

Wenn die Stücke von Rimini Protokoll auf Tour gehen, was ziemlich häufig der Fall ist, und zwar weltweit,


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