Der Millionen-Zug

Feuilleton | Nachforschungen: Matthias Dusini | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Auf 200 Millionen Euro wird der Wert jener Klimt-Bilder geschätzt, die dem Nazi-Filmer und Künstlersohn Gustav Ucicky gehörten. Nun hat sie dessen Witwe in eine Stiftung eingebracht. Was und wer steckt hinter dem Millionendeal?

Ein einziges Mal öffnete sich die Tür zur Schatzkammer im Jahr 1957, als die Zeitschrift Alte und moderne Kunst anklopfte. Wer den Fuß über die Schwelle des Künstlerheims setze, spüre, dass ihn etwas Besonderes erwartet, raunte der Autor. Der mit den Initialen U.K. gezeichnete Text schilderte den Besuch in der Wohnung des Regisseurs Gustav Ucicky (1899-1961), die sich am oberen Ende der Strudlhofstiege befand.

Auf den Fotos zu der Reportage ist eine Wohnung voller Antiquitäten zu sehen: Auf einem Barocktisch stehen eine Christusfigur und eine Menora, darüber hängt ein Gemälde von Gustav Klimt. Im Schlafzimmer, knapp über der Bettkante (übrigens ein Möbel des legendären, nach Moskau emigrierten Filmarchitekten Arthur Berger), ist gar ein Hauptwerk Klimts


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