"Ich mag es, wenn man weggeblasen wird“

Feuilleton | Interview: Klaus Nüchtern/Brüssel | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Der flämische Choreograf Alain Platel über sein großes Projekt "C(h)œurs“, das dieser Tage seine einzige Österreich-Aufführung erlebt

Die meisten Besucher haben sich fein gemacht. Dabei gibt es bei dieser Produktion, die an der Brüsseler Oper La Monnaie gezeigt wird, nicht einmal eine Pause, in der man die Abendgarderobe vorführen könnte. Immerhin: Es ist ein warmer Spätsommerabend, und so kann man vor der Vorstellung im Freien noch ein Glas Sekt oder - wir sind schließlich in Belgien - ein Bier trinken.

Die knapp zweistündige Produktion wurde von Gerard Mortier initiiert, der in den 1980er-Jahren selbst La Monnaie geleitet hat und seit 2010 Direktor des Teatro Real in Madrid ist. Er hat den ebenfalls aus Gent gebürtigen Choreografen Alain Platel gebeten, Musik von Verdi und Wagner zu inszenieren: "C(h)œurs“, so der Titel, spielt mit der Ähnlichkeit der französischen Wörter chœur ("Chor“) und cœur ("Herz“) und bringt neben einem 70-köpfigen Chor auch noch zehn


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