Der Satz mit Datz - Wiener Gemischter Satz hat seit Juli das DAC-Siegel und ist damit der jüngste unter den herkunftsgeschützten Weinen Österreichs

Stadtleben | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

:: Die Geschichte des Wiener Gemischten Satzes ist eine erstaunliche: Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war es in Wien wie in fast ganz Mittel- und Osteuropa üblich, Weingärten gemischt auszusetzen. Der Hintergrund dafür lag in der höheren Empfindlichkeit der damaligen Rebkulturen, vor allem hinsichtlich der Blüte im Juni, schlechtes Wetter zu dieser Zeit konnte den Ertrag eines ganzen Jahres gefährden. Setzte man indes Rebsorten gemischt aus, Sorten, die früher, und solche, die später blühen, konnte man einerseits das Risiko streuen, andererseits dem Wein auch eine gewisse Komplexität, durch die Auswahl der Sorten einen Spin, eine Identität geben.

Diese Weine erlangten im 18. und 19. Jahrhundert Weltruf, mit der Modernisierung des Weinbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, mit der Abkehr von Stockkultur und der Umstellung auf (maschinell leichter zu bearbeitende) Drahtrahmenkultur geriet der Gemischte Satz aber ins Abseits, fortan zählte Reinsortigkeit, der Gemischte Satz überlebte

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