Die Grenzerfahrung der Körpersäfte

Stadtleben | Schwitzkur: Lea Wieser | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Warum man Yoga neuerdings in der Sauna macht und warum der Oberguru besonders schwitzt

Nein, bei "747 taking off“ handelt es sich nicht um einen Funkspruch aus dem Schwechater Flughafentower, sondern um ein Kommando des Yogalehrers Alexander Lackner. "Weil man aussieht wie ein Flugzeug, wenn man diese Position macht“, erklärt er. 40 triefend nass geschwitzte Männer und Frauen liegen auf dem Boden des Yoga-Studios in der Maria-Theresien-Straße im ersten Wiener Gemeindebezirk und versuchen sich zu biegen und zu drehen, um auszusehen wie eine Boeing beim Start.

Passagiermaschinen, Schweiß und Yoga - wie passt das zusammen? In einem auf 40 Grad Celsius erhitzten Raum, gedrängt wie Sardinen in der Dose, versuchen die Yogis an die Grenzen ihres Körpers zu gehen. Was für manche eher nach Folterkammer klingt, nennt sich Bikram-Yoga. Und wozu das Ganze? Die Kombination aus Hitze und Bewegung weckt auch bei Yoga-Verweigerern den sportlichen Ehrgeiz, sodass auch viele Männer daran teilnehmen.


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