Fußball Glosse

Die Mariahilfer Straße ohne Schiedsrichter

Stadtleben | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

In mehreren deutschen Bundesländern läuft seit ein paar Jahren ein interessantes Experiment: Fußball ohne Schiedsrichter! Der Pilotversuch beschränkt sich zwar auf Kinderfußball, wo vor allem ehrgeizige Väter immer wieder die - minderjährigen - Schiris bedroht haben. Angeblich funktioniert das sehr gut, erstens achten die Knirpse jetzt selber mehr auf die Regeln, und zweitens steht statt Toren und Punkten jetzt wieder das Spiel selbst im Vordergrund. Aber auch der Gedanke, der Fußball könnte generell ohne Schiedsrichter stattfinden, hat etwas Faszinierendes. Man kann sich das eigentlich überhaupt nicht vorstellen, und wenn man es trotzdem versucht, hat man blutige Massenschlägereien vor Augen. Aber vielleicht wäre es ja auch wie in den "Begegnungszonen“ auf der Mariahilfer Straße, und alle Kicker wären von der neuen Situation so verdattert, dass gar nichts passieren würde. Abgesehen davon natürlich, dass der 13 A nicht mehr durch das Stadion fahren würde.

Wolfgang Kralicek versucht, sich das Unvorstellbare vorzustellen


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