Kabarett Kritiken

Das Jüngste Gericht ist keine Einbahnstraße!

Lexikon | Peter Blau | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Einen Bürosessel zum rastlosen Herumrollen, ein Keyboard am Schoß ("Bösendorfer-to-go") und einen Globus -mehr braucht Klaus Eckel nicht, um mit viel originellem Witz bei gewohnt hoher Geschwindigkeit und Pointendichte all jene Themenfelder zu durchstreifen, die bei ihm "Weltwundern" auslösen: von Lachyoga ("Phantomfreuden") über Bildungsreform ("mit dem Wort kannst ein Nashorn einschläfern") bis zur endgültigen Abrechnung mit dem Schöpfungspfusch: "Ich werde gut vorbereitet sein, Gott. Das Jüngste Gericht ist keine Einbahnstraße!" Eigentümlich ist die Idee, die selbst bei ausgelassenster Stimmung kaum als Zugabe taugliche Zufalls-Musik-Mix-Nummer - Ambros trifft Abba u.dgl. - bereits mitten in der zweiten Programmhälfte zu spielen. So originell muss es dann auch wieder nicht sein.

Orpheum, Fr, Sa 20.00; Stadtsaal, So 20.00


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