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Mann, Frau, Fata Morgana: Film von Peter Schreiner

Lexikon | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

"Nichts in der Welt ist dem menschlichen Gesicht vergleichbar", hat Carl Theodor Dreyer bemerkt. "Es ist ein Land, das zu erforschen man nicht müde wird." Hier nun finden Schwenks über karge Landschaft ihre Fortsetzung in Schwenks über Gesichter: Ein Mann (Christian Schmidt), eine Frau (Giuliana Pachner), beide vom Leben schon gezeichnet, versuchen ihren Gedanken und Gefühlen miteinander sprechend Ausdruck zu verleihen. "Fata Morgana", die neue Arbeit von Peter Schreiner, gedreht in ruhig atmendem Schwarz-Weiß in der libyschen Sahara und der Lausitz, ist eine Einladung an den Zuseher zur Konfrontation mit sich selbst. "Wir schauen in dieselbe Richtung", sagt die Frau einmal, "und sehen ganz unterschiedliche Sachen." Im größten Kinosaal Wiens: eine existenzielle Erfahrung!

Premiere im Gartenbaukino, Mo 20.30 (anschließend: Gespräch von Peter Schreiner mit Olaf Möller)


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