Kabarett Kritiken

Schwule Feuchtgebiete: Nichts wird ausgelassen

Lexikon | Valerie Kattenfeld | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Die Liebe zum Detail hat mit Charlotte Roches "Feuchtgebieten" neue Dimensionen erreicht, die wohl auch Alexander Georg für sein zweites Kabarettprogramm "Homosexy" inspiriert haben. In charmanter James-Bond-Manier eröffnet er den Abend und packt dann im seriösen Outfit derbe Geschichten aus seinem homoerotischen Alltag aus. "Fist Fuck", "Fickfröscherl" und "Neger schnackseln" - es wird nichts ausgelassen, besonders keine frauen-und fremdenfeindlichen Seitenhiebe. In Georgs Wahrnehmung scheinen alle Frauen "schiach" und alle Inder schwule "Zniachterl" mit wackelnden Köpfen zu sein. Am Ende dürfen die Zuschauer Fragen stellen und werden auch dafür noch bestraft: "Hoffentlich bläst du besser, als du schreibst."

Metropoldi, Do 20.00


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