Musik Tipps Pop

Kate Bush als schwedische Fürstin der Unterwelt

Lexikon | aus FALTER 40/13 vom 02.10.2013

Ganze Popgenres wurden auf dem Konzept mangelnder Lebensfreude errichtet. Anna von Hausswolff passt zwar in kein spezifisches Genre, das mit der mangelnden Lebensfreude setzt die 1986 geborene schwedische Sängerin, Pianistin und Songwriterin aber äußerst konsequent in die Tat um. "Singing from the Grave" titelte ihr Debüt, heuer hat sie mit "Ceremony" einschlägig nachgelegt. Sanfte Dröhnung, feierliche Stimmung und betörender Pop gehen Hand in Hand, wobei von Hausswolff wie Kate Bush singt, nur ist die hier halt kein Elfenwesen, sondern eine Fürstin der Unterwelt. Die Lieder tragen Titel wie "Funeral for My Future Children" oder "Deathbed"; bisweilen flackert dann aber auch ein Licht am Ende des Tunnels ("Liturgy of Light"). G S

Arena, Mi 20.00


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