Seinesgleichen geschieht  

Die Seligsprechung Jörg Haiders und ein Missverständnis namens Populismus

Der Kommentar des Herausgebers

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 41/13 vom 09.10.2013

Es ist die Stunde der Déja-vus. Die Covers der Magazine suhlen sich im Stracheglanz, wie einst in dem Jörg Haiders. Diese Woche - Anlass: Haiders fünfter Todestag - wieder einmal beide kombiniert, mit Gänsehautfaktor: Hach, was hatte der für ’n Charisma! Lass uns in Erinnerungen schwelgen, wie es uns kalt den Rücken hinunterrann, als der die vollen Plätze mit seiner dämonischen Demagogie elektrisierte. Dagegen Strache: der brüllt bloß.

Wenn es so einfach wäre. Die Besorgtenpresse tut ihr Bestes, ich sehe sie noch vor mir, die Profil- und die News-Cover, eine endlose Abfolge der Verherrlichung, die TV-Sendungen all der Kritiker, die der Bildsprache Haiders auf den Leim gingen und so sein Propagandageschäft besorgten, während sie so taten, als kritisierten sie ihn.

Die Grundlage des Lähmungsgefühls ist weiterhin vorhanden. Es ist das fehlende Charisma unserer politischen Protagonisten, aber nicht nur. Selbst wenn einer Charisma hätte, es würde auf dem Nährboden unserer verrotteten


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