"Borgen“ und Wiens rot-blaues Geflüster

Falter & Meinung | Kommentar: Werner A. Perger | aus FALTER 41/13 vom 09.10.2013

Die SPÖ könnte von der dänischen TV-Polit-Serie vor allem eines lernen: Es braucht Mut, standhaft zu sein

Besseres Timing ist im Fernsehen bei der Programmplanung kaum möglich. In der erfolgreichen dänischen Serie "Borgen“ (mit dem gerade jetzt aktuellen Titel der Synchronfassung: "Gefährliche Seilschaften“) kehrt die frühere Ministerpräsidentin zwei Jahre nach ihrer Wahlniederlage in die Politik zurück. Sie ist über die Einigung ihrer früheren Partei, der sozialliberalen "Moderaten“ - eine Art ÖVP light -, mit dem konservativen Koalitionspartner auf härtere Zuwanderungsgesetze empört. Das sei eine Abkehr von den bisherigen liberalen Grundsätzen. Also gründet sie eine neue Partei. Alles sehr plausibel entworfen und gespielt. Mal sehen, was daraus wird (die dritte Staffel läuft bis 30. Oktober jeden Donnerstag auf Arte).

Ein brisantes Thema, wie die europäische Realität vor Lampedusa gerade zeigt. Die Flüchtlingskatastrophe auf dem Meer lässt kaum jemanden kalt.


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