Fall Steinhof: wie die Stadt Wien die Aufarbeitung schwerster Vorwürfe unterlässt

Politik | Nachfrage: Ruth Eisenreich | aus FALTER 41/13 vom 09.10.2013

Netzbetten, Zwangsjacken, Medikamente im Brei: Ende Mai berichtete die ehemalige Mitarbeiterin Elisabeth Pohl im Falter, wie am Steinhof noch in den 1980er-Jahren behinderte Kinder vernachlässigt und gequält wurden. Aus dem Büro von Sozialstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) hieß es damals, man wisse nichts von den Ereignissen im Pavillon 15 des heutigen Otto-Wagner-Spitals, werde sich aber um eine Aufarbeitung bemühen. Tatsächlich richtete der zuständige Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) bald eine Arbeitsgruppe ein. Eine interne allerdings, was die Stadtopposition misstrauisch machte: Die ÖVP forderte - erfolglos - eine unabhängige Expertenkommission.

Vier Monate sind inzwischen vergangen - was hat die Arbeitsgruppe weitergebracht? Bisher gebe es "keinen Anhaltspunkt oder Hinweis darauf, dass der Umgang mit den Patientinnen damals nicht den medizinischen und pflegerischen Standards entsprochen hat - immer den damaligen gesellschaftlichen und rechtlichen Hintergrund vor Augen habend“,


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