"Ich muss das nicht verstehen“

Feuilleton | Reportage: Julia Seidl | aus FALTER 41/13 vom 09.10.2013

U-Bahn-Verlängerung? Ach was, es geht auch ohne. Eine interaktive Stadtwanderung führt zu Fuß vom Karlsplatz zur Seestadt Aspern

In großen, flimmernden Buchstaben steht die Anweisung auf einer weißen Leinwand, an der Daniel Aschwanden seinen Kopf reibt: "Leisten Sie erst Widerstand, wenn Sie sich über die Umstände zu ärgern beginnen.“ Schritt für Schritt tastet sich der Künstler die Oberfläche entlang. Zwölf Personen schauen ihm zu. Im Hintergrund ist ein immer lauter werdender hoher Ton zu hören. Als er fertig ist, dreht Aschwanden sich zurück zum Publikum und schultert seinen Rucksack. "Gehen wir los!“

Die Gruppe macht sich auf den Weg zu einer interaktiven Stadtwanderung, vom Karlsplatz in die Seestadt Aspern, den neuen Stadtteil, der gerade im Nordosten Wiens entsteht. "Parcours IV - Die Kunst des Kartenlesens“ nennt sich der Spaß, er ist Teil des Festivals "Urbanize!“, das bis 13. Oktober in Wien stattfindet.

Bis zur Donaustadtbrücke fährt die Gruppe mit der U-Bahn,


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