" Progressives brauchen wir hier nicht“

Feuilleton | Hausbesuch: Armin Thurnher | aus FALTER 41/13 vom 09.10.2013

Peter Eötvös, Hauptkomponist des heurigen Festivals Wien Modern, über Neue Musik und ungarische Kulturpolitik

Wie besucht man einen Schwerpunkt? Man braucht bloß mit dem Zug nach Budapest zu fahren. Um den Wucherpreisen der Taxler vom Bahnhof Keleti zu entgehen, nimmt man die U-Bahn ein Stück unter der Donau durch zum Széll Kálman Tér. Den letzten Teil des Weges Richtung Rosenhügel legt man dann per Normalpreis-Taxi zurück. Schon hält man vor der hübschen kleinen Villa des Komponisten Peter Eötvös, eines der großen Dirigenten und Komponisten unserer Zeit.

Das Festival Wien Modern hat sich heuer drei Schwerpunkte gesetzt. Zum ersten möchte Intendant Matthias Lošek die Stadt bewegen, im wörtlichen Sinne - das Festival wimmelt nur so vor Tanzveranstaltungen. Da wagen sich Ensembles wie das Klangforum in Clubs wie die Grelle Forelle, die Fluc-Wanne oder das Porgy. Dort räumt das Konzerthaus die Sessel aus dem Großen Saal, aber nicht für die Proms nach Londoner Art, sondern


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