Am anderen Ufer

Steiermark | Bericht: Donja Noormofidi | aus FALTER 41/13 vom 09.10.2013

Die Nationalratswahl teilte Graz in eine blaue und eine grüne Hälfte. Eine Nachschau im grünsten und im blausten Bezirk

Die junge Ärztin spaziert über den Bauernmarkt auf dem Kaiser-Josef-Platz, den Fahrradhelm unter den Arm geklemmt, hier decken sich die Grazer mit frischem Gemüse ein. "Ich wähle immer Grün“, sagt sie. In ihrem Bekanntenkreis, großteils Akademiker, wählten alle die Grünen. Der Markt liegt in St. Leonhard, dem nach der Nationalratswahl grünsten Grazer Stadtbezirk.

Ein paar Kilometer weiter südwestlich, in Puntigam, auf der anderen Seite der Mur, sitzen zwei Männer in ihren 60ern vor dem Supermarkt. "Ich hab immer ÖVP gewählt, aber jetzt wähle ich Strache“, sagt der ehemalige Tankwart. Er komme aus einer Arbeiterfamilie und sei schon immer rot, sagt der andere. Aber der Strache sei schon ein guter Bursch. Das fanden in Puntigam 31,5 Prozent der Wähler, der höchste Wert in Graz.

Bei der Nationalratswahl am vorvergangenen Sonntag lieferten sich FPÖ und


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