Kabarett Kritiken

Vertrauen ist gut, Vitásek ist besser

LEXIKON | PETER BLAU | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Es bestehe kein Grund zur Sorge, beruhigt Andreas Vitásek sich und sein Publikum, es sei schließlich bereits sein zwölftes Solo. Als Patient vertraue man ja auch eher einem Chirurgen mit Erfahrung, "selbst wenn er schon ein wenig zittrig ist". Vertrautheit schafft Vertrauen. Das einleitende Wörtchen "unlängst" beispielsweise. Der bisweilen märchenonkelhafte Tonfall. Oder die Begegnungen mit Tod und Teufel. Dem in 33 Bühnenjahren vom Pantomimen und clownesken Kabarettisten zum klugen Komiker und poetisch-gewitzten Humoristen gereiften Künstler gelingt mit "Sekundenschlaf" ein von Tagesaktualitäten weitgehend unbehelligtes, pointiert geschliffenes Mosaik aus teils bissig-satirischen, teils irritierend-berührenden Anekdoten und Abschweifungen zum Thema "Zeit". Zeitlos und selbstironisch. Lustig sowieso.

Rabenhof, Di, Mi, Do 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige