Auch die Werkgruppe Graz ist ein Beispiel von europäischer Baukunst

STEIERMARK | ARCHITEKTURVORSCHAU: TIZ SCHAFFER | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Das Grazer Haus der Architektur (HDA) steht ja nun mit dem Architekten Markus Bogensberger unter neuer Führung. Er wird Eva Guttmann nachfolgen, die natürlich auch was hinterlassen hat: nicht zuletzt die erste vollständige Dokumentation des Schaffens der sogenannten Werkgruppe Graz: "Werkgruppe Graz 1959-1989. Architektur am Wendepunkt der späten Moderne". Ein schöner Band, den Guttmann mit Gabriele Kaiser herausgegeben hat und der diesen Donnerstag im HDA präsentiert wird. Die Werkgruppe Graz war, wie betont wird, "eine maßgebliche Protagonistin der steirischen Nachkriegsarchitektur und wichtige Vorreiterin der 'Grazer Schule'". Zu ihr gehörten etwa Eugen Gross oder Werner Hollomey, nicht zuletzt war sie für die Grazer Terrassenhaussiedlung oder das Studentenwohnheim Hafnerriegel verantwortlich. Neben der Buchpräsentation wird auch die Ausstellung "Architektur als Partitur -Werkgruppe Graz 1959 bis 1989" eröffnet.

Um in der Architektur zu bleiben: Seit 1988 vergibt die Europäische Kommission den "Mies van der Rohe Award", der zugleich seit 2001 der offizielle Architekturpreis der Europäischen Union ist. Die Fundació Mies van der Rohe mit Sitz in Barcelona kommt nun mit einer Jubiläumsausstellung zu uns und feiert 25 Jahre "Europäische Baukunst". Die Ausstellung im Grazer Joanneumsviertel zeigt alle Preisträgerprojekte seit 1988, zuvor war sie etwa im New Yorker Moma oder bei der Triennale in Mailand zu sehen. Das Joanneumsviertel selbst war übrigens das einzige österreichische Projekt, das heuer für den Award nominiert war.

Haus der Architektur, Graz, Do 19.00 (Eröffnung) Joanneumsviertel, 16.10., 18.00 (Eröffnung)


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