Kunst Kritik

Wiederentdeckt: Ohne Handschrift geht es auch

LEXIKON | NS | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Wenn man es nicht wüsste, würde man in der Malereiausstellung in der Galerie nächst St. Stephan kaum auf die Idee kommen, dass es sich um die Werke eines einzigen Künstlers handelt. Noch dazu malte der Belgier Walter Swennen alle der höchst unterschiedlichen Gemälde erst in diesem Jahr. Der, gemessen an seinem Alter (Jg. 1946) und trotz eines umfangreichen Werks wenig bekannte Künstler bringt mal comic-oder graffitihafte Kürzel auf die Leinwand, mal folgt er wieder abstrakten Rastern. Es spricht viel Humor aus diesem Werk. Seit den 1980er-Jahren hat Swennen eine wiedererkennbare Handschrift bewusst vermieden, dadurch überrascht er in jedem Raum neu. Die Schau wurde von Miguel Wandschneider im Rahmen des Galerienprojekts curated by_vienna konzipiert.

Galerie nächst St. Stephan, bis 14.11.


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