Ja, gebt uns bitte die "große Grandezza“!

Falter & Meinung | Kommentar: Barbara Tóth | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Zwei Politikerinnen fordern, jede auf ihre Art, einen neuen politischen Stil. Warum hören wir nicht hin?

Die Reaktionen waren so berechenbar, dass es fast schon wehtut. Die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hat letzte Woche im Falter in einem Interview erstmals offen erzählt, wie sie gestalkt wird. Jemand hatte sie mit einer Kamera beim Überfahren einer roten Ampel abfotografiert. Vassilakou saß auf dem Rad. Die Kamera stand auf einem Stativ. Man hatte sie regelrecht abgepasst.

Vassilakou schilderte auch, wie es sich anfühlt, wenn man als Spitzenpolitikerin im Cyberspace gemobbt wird. Dass sie sich vor den 13A-Bus legen und überfahren lassen soll, war eine der weniger krassen Verwünschungen. Ein ÖVP-Funktionär riet ihr, sich in Holland das "Euthanasie-Spritzerl“ zu holen.

Vassilakou wollte nicht nur um Mitleid buhlen. Sie wollte vor allem für einen anderen Umgang untereinander, aber auch mit den Spitzenrepräsentanten unserer Gesellschaft plädieren, und zu dieser gehören


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