"Die ÖVP hat einen gewissen Mief“

Politik | Interview: Barbara Tóth | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Karl Schwarzenberg über das Zerbröseln der Bürgerlichen, die Illusionen der Neos und die Dritte Republik

Wien hat die Wahl schon hinter sich, Prag seine noch vor sich. Am 25. und 26. Oktober wählen die Tschechen ihr Parlament neu. Die alte, bürgerlich geführte Dreierkoalition stolperte über einen Abhörskandal. Nun werden die Sozialdemokraten (ÈSSD) mit etwa 29 Prozent stärkste Kraft werden. Das bürgerliche Lager Tschechiens ist, ähnlich wie in Wien, am Zerbröseln. Die einstige Regierungspartei ODS kommt auf kaum zehn Prozent, enttäuschte Mitte-rechts-Wähler zieht ANO 2011, die neue politische Bewegung des Milliardärs Andrej Babiš, an. Karl Schwarzenbergs TOP09 liegt bei etwa zehn Prozent. Die Koalitionsverhandlungen werden - auch das eine Parallele zu Wien - schwierig werden. Als umstrittener Ausweg gilt eine Minderheitsregierung der Sozialdemokraten, gestützt von den Kommunisten.

Falter: Herr Schwarzenberg, Sie waren Außenminister in einer Dreierkoalition. Ist diese wirklich


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