"Ein einziger Frauen- und Mädchensupermarkt“

Politik | Interview: Nina Horaczek | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Der SPÖ-Politiker Stefan Schennach über syrische Flüchtlingslager in Jordanien, in denen bereits zehnjährige Mädchen an Männer verkauft werden

Es sei Zeit "für einen Aufschrei“, sagt Stefan Schennach. Der Bundesrat der SPÖ hat im Sommer als einer der Vorsitzenden der Union für das Mittelmeer syrische Flüchtlingslager in Jordanien besucht. Schennach, der 2010 von den Grünen zur SPÖ gewechselt ist, war schon in den 1970er-Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit engagiert. Er ist Gründungsmitglied des Österreichischen Informationsdiensts für Entwicklungspolitik und der Südwind-Agentur. Als Politiker ist Schennach nicht nur viel im Nahen Osten unterwegs, sondern war auch Mitinitiator der Europarat-Kampagne "One in Five“, die gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder kämpft.

Falter: Wie ist die Situation in den syrischen Flüchtlingslagern?

Stefan Schennach: Ich habe das Camp Al Zaatari, das dem UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR unterstellt ist, im Sommer zweimal besucht. Dieses


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