Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Bruno-Kreisky-Forum I: Wie viel ist genug für das Leben?

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Fast jeder Angestellte kennt das in irgendeiner Form: Draußen scheint die Sonne und es herrscht Prachtwetter, doch man selbst sitzt im Büro und hat auf dem Schreibtisch einen großen Aktenstapel liegen, den es vor Dienstschluss abzuarbeiten gilt. In so einer Situation steckt man in einer Zwickmühle. Einerseits arbeitet man, um ein finanzielles Auskommen zu finden. Andererseits: Was hat man von dem verdienten Geld, wenn man sich dann zur schönsten Zeit des Tages im Büro eingesperrt fühlt?

Unter anderem über dieses grundsätzliche Dilemma unterhält sich Robert Misik mit dem Wachstumsforscher Robert Skidelsky bei einer Veranstaltung am 21. Oktober im Bruno-Kreisky-Forum (19 Uhr). Skidelsky wurde bekannt mit einer vielfach preisgekrönten Biografie über John Maynard Keynes und verfasste jüngst das Buch "How Much Is Enough? Money and the Good Life“.

Der Brite skizziert in dem Werk eine Vision vom "guten Leben“ und zeigt, wie es den Menschen in den vergangenen Jahrhunderten trotz technischen Fortschritts versagt blieb, sich vom Joch der Arbeit zu befreien. Den Begriff Arbeit, schreibt Skidelsky, müssten wir neu definieren: als moralisches Handeln von Menschen, die in Gemeinschaften leben.


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