Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Verwirrung rund um die Mariahilfer Straße: Was will die SPÖ wirklich?

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Kurz nach der Wahl schien es, als hätte sich die Aufregung um die Mariahilfer Straße gelegt. Sogar die Kaufleute fanden versöhnlichere Worte. Doch vergangene Woche gab es erneut Ärger - diesmal war nicht die Opposition dafür verantwortlich, sondern die SPÖ selbst. In einer Aussendung forderten Bezirkspolitiker, dass die Mariahilfer Straße an mindestens zwei Stellen von Autos gequert werden kann. Die Einkaufsmeile sollte eine Fußgängerzone ohne Bus und Rad sein. Zitiert wird in dem Text auch Renate Kaufmann, rote Bezirksvorsteherin von Mariahilf. Allein: Die behauptet, gar nix davon gewusst zu haben.

Kaufmann ist gerade auf Urlaub in Griechenland. Sie betont, dass man sich noch in der Evaluierungsphase befinde. "Die Verkehrsexperten der Stadt Wien warnen uns derzeit eindringlich vor Schnellschüssen wie etwa der Öffnung von Querungen“, sagt sie zum Falter. Offensichtlich sind sich die SPÖler nicht in allen Details einig, was auch für Verstimmungen in der rot-grünen Koalition sorgt. Mittlerweile wurde der Mahü-Zwist zur Chefsache: Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) lud die grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und SP-Klubchef Rudi Schicker zu sich. Seither wird zumindest nicht mehr öffentlich gestritten.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige