Technik  Dinge, die uns brauchen

Ein Computer namens Yoga: durchaus gelenkig

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Unter einem "Convertible“ versteht man die Kombination aus Tablet und Notebook. In der Theorie klingt das Konzept einleuchtend. In der Praxis jedoch stellen solche Geräte die Entwickler vor allerhand Tüftelaufgaben. Wie soll man die Tastatur unterbringen? Benutzt man einen Klapp- oder einen Schiebemechanismus? Wie verhindern, dass die Dinger zu klobig werden? Eine der einfachsten und überzeugendsten Lösungen bietet das Ideapad Yoga 11S (1199 Euro), nach dem Yoga 11 und Yoga 13 bereits die dritte und vielleicht ausgereifteste Modellgeneration, die Hersteller Lenovo herausgebracht hat. Das Gerät basiert auf einem relativ uneleganten, aber robusten Gelenkmechanismus: Klappt man den 11,6-Zoll-Bildschirm um mehr als 180 Grad auf, wechselt das Yoga 11S automatisch in den Touchscreen-Modus; die Tastatur dient als Standfuss.

Innovativ ist die Gestensteuerung per Kamera, die etwa das Umblättern durch eine horizontale Handbewegung erlaubt - in Zukunft vielleicht eine Alternative zu Touchscreen und Maus. Die "Motion Control“ funktioniert allerdings nur bei bestimmten Anwendungen. Als Betriebssystem wirkt Windows 8, die Prozessorleistung (Zweikern) entspricht der eines Ultrabooks. Der Akku hält immerhin vier bis fünf Stunden durch. Der größte Vorteil des Geräts liegt wohl in seiner Robustheit in Verbindung mit guter Performance. Für den Profi kann das Yoga vielleicht noch etwas zu wenig, für den Durchschnittsanwender ist es gut genug.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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