"Scheitern ist das Ziel“

Interview: Julia Pühringer | Feuilleton | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Der britische Filmschauspieler Bill Nighy im Gespräch über Mädchen, gute Umgangsformen und sein Idol Bob Dylan

Bei Interviews erlebt man mitunter Überraschungen. Selten jedoch besteht diese darin, dass das Gegenüber exakt so ist, wie man es sich vorgestellt hat: Bill Nighy ist also von ausgesuchter Höflichkeit, britischem Charme und trockenem Humor. In Berlin bewirbt er gerade "Alles eine Frage der Zeit“, den jüngsten Film von Richard Curtis ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, "Notting Hill“, "Bridget Jones“ …), in dem er als lebenskluger Familienvater zu sehen ist. Nighy, der heuer vom Guardian unter die 50 bestgekleideten Menschen über 50 gewählt wurde, trägt wie immer einen tadellos sitzenden, marineblauen Anzug, der zweifelsohne nicht von der Stange stammt. Er schüttelt reihum die Hände und beteuert, keinem Geheimkult mit eigener Grußformel anzugehören: Nighy leidet an Morbus Dupuytren und kann Ring- und kleinen Finger nicht abbiegen.

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