"Schau: Titten! Hannah Montanas Titten!“

Feuilleton | Analyse: Gerhard Stöger | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Der ehemalige US-Kinderstar Miley Cyrus erregt die Welt als Popsängerin mit nackter Haut. Warum eigentlich?

Nackt waren sie alle schon. Madonna hat ein ganzes Buch mit Aktfotos gefüllt; Grace Jones gab im Playboy das Raubtier; Britney Spears zeigte beim Einsteigen in Paris Hiltons Sportwagen, dass sie unterm Minirock weder Unterwäsche noch Schamhaar trägt; Janet Jackson ließ sich von Justin Timberlake die mit Isolierband versiegelte Brustwarze freilegen; Lady Gaga stakste für die Künstlerin Marina Abramoviæ lediglich mit schwarzer Augenklappe bekleidet durch den Wald, und selbst Joni Mitchell hat sich einmal nackig gemacht.

1972 war das; die über jeden Appell an niedrige Instinkte erhabene US-Songwriterin posierte auf dem Innencover des Albums "For the Roses“ im Evakostüm. Mitchell ist von hinten zu sehen, wie sie auf einem Felsen im Meer steht, umspült von tosenden Wellen, eins mit der Natur. Echtes, unverdorbenes Hippieglück also.

Die Nacktheit von Miley Cyrus, die unbekleidet


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