Stadtrand Urbanismuskolumne

Servicewüste Wien? Zum Glück nicht immer

Stadtleben | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Wenn man für ein bestimmtes Gerät zwei bestimmte Batterien braucht, aber nicht genau weiß, welche, geht man damit besser nicht zur verbliebenen mittelgroßen Elektrokette. Weil dort ist ein Herr, der keine Lust hat zu überlegen, welche Batterien passen könnten. Vielmehr schlägt er vor, irgendwelche zu kaufen. "Aber dann gehören sie Ihnen“, sagt er und antwortet auf die Frage, ob er vielleicht bei den Altbatterien testweise wegen der Größe nachsehen könnte: "Ich werde doch nicht wegen Ihnen die Altbatterienkiste durchwühlen.“ Danke schön.

Wenn man hingegen beim Schloss- und Schlüsselgeschäft ums Eck nach einer bestimmten Schraube fragt, geht der Schloss- und Schlüsselmann nach hinten in seine Werkstatt, kramt ein bisschen und kommt mit der gewünschten Schraube wieder. "Geschenkt“, sagt er, "das kostet nix!“ Und wenn man dann noch bei der Greißlerin einen Pfirsich kauft, fragt die Frau hinter der Budel, ob sie ihn waschen soll. Sie verschwindet mit dem Pfirsich, Wasser plätschert, dann kommt sie zurück und trocknet das Obst mit einem Blatt Küchenrolle.

Christopher Wurmdobler hatte ein paar Dinge zu erledigen


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