Eine elegante Lösung

Stadtleben | Protokoll: Birgit Wittstock | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Wie aus einem Schlossermeister ein Juwelendieb wurde

Mehr als 60 Jahre ging Harald Löger (Name geändert) den geraden Weg, dann kam er auf die sogenannte schiefe Bahn. Wäre sein Faible für Pferdewetten nicht gewesen, er lebte vielleicht heute noch sein eher unscheinbares, angepasstes Leben. So aber "machte“ der ehemalige Schlossermeister einen Juwelier. "Ich wollte keinen Überfall machen, sondern die Sache elegant lösen.“

"Die Sache“, das waren Lögers Schulden, die ihn fast bis zur Delogierung gebracht hatten. Sie waren schuld daran, dass er kurz davorstand, seine kleine Wohnung mit Blick in den grünen Prater zu verlieren. "Dort wegzuziehen ist für mich undenkbar“, sagt er, "ich brauchte also schnell viel Geld. Von 770 Euro Notstandshilfe lebte er, nachdem er 2007 seinen Job als Schlosser verloren hatte; es musste also etwas geschehen.

Fünf Wochen lang beobachtete Löger einen Juwelier in der Wiener Innenstadt am Neuen Markt. Tag und Nacht. Er beobachtete den Juwelier, wie


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige