Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Herrengasse: Auf der einst existentialistischen Viertelmeile

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Es ist die geradeste Straße, die durch den ersten Bezirk führt, und jene mit den meisten Palais pro Laufmeter. Wikipedia sagt, dass es sich bei der Herrengasse um eine römische Limesstraße handelt, und wo ich gelesen habe, dass hier einmal illegale Autorennen gefahren wurden, habe ich leider vergessen. Mit dem Griensteidl, dem Herrenhof und dem Central war es außerdem die existenzialistische Quartermile, das Café im obersten Stockwerk des Hochhauses sowieso das tollste Lokal, das die Stadt je hatte.

Es gibt frische Zuckerln

Dann war lange nichts. Das Central eröffnete 1986 neu, das Griensteidl 1990, in den vergangenen Jahren kamen Hotels dazu, und schön langsam beginnt die Straße wirklich wieder zu leben. Wozu das Griensteidl einen relativ geringen Beitrag leistet, es ist reine Retorte, gehörte Raiffeisen und wird derzeit als Appendix von der Do-&-Co-Tochter Demel geführt. Touristen lieben es wegen des Platzes. Wirklich lebendig wird dafür das Hochhaus, so hat vorige Woche inmitten


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