Bier groß? Gerne!

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Die Mega-Bierlokal-Kette Brandauer besiedelte den Gerngross-Dachboden

Hin und wieder ist es verblüffend, wie völlig simpel gastronomischer Erfolg zu erlangen ist. Nehmen wir als Beispiel ein gastronomisches Konzept eines Bier-Großlokals, 300 Sitzplätze, anspruchslose Optik, als Hintergrundmusik die größten Hits der 1970er- und 1980er-Jahre beziehungsweise Fußballspiele auf Flatscreens, eine Speisekarte mit dem gemeinsamen kulinarischen Nenner österreichischer Männer zwischen 15 und 65 Jahren, also Schnitzel, Ripperln und überbackenes Riesenschwarzbrot - groß, billig, schnell. Klingt fad? Schon, ist aber seit 1997 unter dem Namen "Brandauers Bieriger“ (und seit ein paar Jahren unter "Brandauer“ und "Bieriger“) auf der Siegerstraße unterwegs: Nach dem Stammlokal in der Schweglerstraße kam 2000 das "Brandauers Schlossbräu“ in einem Hietzinger Ballsaal, 2003 "Brandauers Bierhaus“ in einer Villa in Mauer, 2008 das "Brandauers Bierbögen“ in den Spittelauer Stadtbahnbögen

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